Lexikon der Wirtschaft

Hier finden Sie alle wichtigen Begriffe der Wirtschaft alphabetisch geordnet.



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U-Schätze

Unverzinsliche Schatzanweisungen mit kurzen Laufzeiten, deren Ausgabekurs unter dem Nennwert („Nominale“) liegt. Die Rückzahlung erfolgt zu ihrem Nennwert.

UID

Abk. für: Umsatzsteueridentifikationsnummer.

Ultimogeld

Leihgeld, das am Geldmarkt der Börse zur festen Rückzahlung am Ultimo ohne vorherige Kündigung ausgeliehen wird.

Umbrellafonds

Fondskonstruktionen, die aus mehreren anderen Fonds zusammengesetzt sind. Die Gesamtheit dieser Fonds bildet eine juristische Einheit, so dass nur für den U. ein Zulassungsverfahren nötig ist. Der Anleger kann je nach Risikoneigung und Markteinschätzung kostengünstig zwischen den einzelnen Unterfonds wechseln. Der Ausgabeaufschlag ist nur einmal zu bezahlen, nämlich beim Einstieg in den Umbrella.

Umlaufvermögen

Vermögensgüter, die nur vorübergehend dem Geschäftsbetrieb dienen und/oder dazu bestimmt sind, weiterveräußert zu werden, z. B. Vorräte, Kassenbestände.

Umsatz

In einer Rechnungsperiode abgesetzte Menge von Gütern und Leistungen, multipliziert mit ihrem Preis.

Umschlagshäufigkeit

Bilanzkennzahl, die sich aus dem Verhältnis einer Aufwands- oder Ertragsgröße und einer dazu in Beziehung stehenden Bestandsgröße ergibt (z. B. Forderungsumschlag, Vermö- gensumschlag, Kapitalumschlag).

Umverteilung

Korrektur einer bestehenden Einkommensverteilung.

Umwegrentabilität

Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht sind öffentliche Ausgaben dann als rentabel anzusehen, wenn diesen Ausgaben ein Nutzen gegenübersteht, der insgesamt größer ist als die ursprünglichen Ausgaben. Der Begriff U. dient vielfach zur Rechtfertigung von Ausgaben öffentlicher Stellen, denen eben nicht Einnahmen in direkter Form beim Investor gegenüberstehen, sondern die infolge von Multiplikatorwirkungen einen zusätzlichen regionalen oder gesamtwirtschaftlichen Ertrag bewirken. (z. B. Subventionen für Festspiele, Investitionen im Bereich der Infrastruktur einer Region Flughafen).

Umweltbilanz

Die U. ist eine bilanzartige Darstellung der Umweltschutzmaßnahmen eines Unternehmens im Rahmen des Geschäftsberichtes. Es sind meist Aussagen darüber, in welchem Umfang innerhalb des Berichtszeitraumes eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes (Emission) erfolgt ist bzw. in welchem Umfang Ressourcen (z. B. Abwärme und Wiederverwertung von Reststoffen) durch Recycling wiedergewonnen wurden.

Umweltfonds

Die Veranlagung der Fondsmittel erfolgt primär in Unternehmen, deren Geschäftstätigkeit vornehmlich die Verbesserung und Erhaltung der globalen Umweltbedingungen zum Ziel hat.

Umweltschutz

Sammelbegriff für alle Maßnahmen, die der Erhaltung lebensgerechter und natürlicher Lebensbedingungen dienen. Durch eine Vielfalt von Gesetzen und Verordnungen versucht der Staat, Gefahren für die Menschen und die Natur abzuwenden.

Umweltverträglichkeitsprüfung

Abgek.: UVP.Verfahren unter Beteiligung der Öffentlichkeit, um auf fachlicher Grundlage die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen festzustellen, zu beschreiben und zu bewerten, die ein Vorhaben auf Menschen, Tiere, Pflanzen und deren Lebensräume, auf Boden, Wasser, Luft und Klima, auf die Landschaft und auf Sach- und Kulturgüter hat oder haben kann.

Umweltzertifikat

Marktwirtschaftliches Instrument der Umweltpolitik. Festlegung der Emissionshöchstmengen für bestimmte Schadstoffe. Diesen Höchstmengen entsprechenden Nutzungsrechte werden dann auf die einzelnen Emittenten in Form von Umweltlizenzen verteilt, die innerhalb einer bestimmten Region gehandelt werden können. Da die Emittenten ihre Vermeidungskosten mit dem Preis der Zeritfikate vergleichen, sollten – theoretisch – U. zu einer effektiven und effizienten Allokation der Umweltschutzmaßnahmen führen.

Unbundling

Instrument zur Reorganisation von Unternehmen. Erstmals angewandt im Zuge der Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre, vor allem im Banken- und Versicherungssektor. Zerlegung von Leistungspaketen eines Unternehmens in seine Komponenten, um eine bessere Zuordnung und Steuerung von Kosten und Nutzen, Chancen und Risiken zu erreichen. Danach werden die Leistungspakete neu geschnürt. Rebundling.

Underlying

Welt der Finanzmärkte. Das zugrunde liegende Basisinstrument.

Unique Selling Proposition

Abgek.: USP. Der wesentliche Vorteil eines Unternehmens, einer Organisation oder Produktes gegenüber den Mitbewerbern. Der Nutzen kann physischer, psychischer, sozialer, örtlicher, zeitlicher, monetärer oder imagemäßiger Art sein.

Universalbankensystem

Banken, die nicht auf bestimmte Sparten (z. B. Investmentbanking) spezialisiert sind, sondern alle Arten von Bankgeschäften abwickeln.

Unkosten

U. sind – im Gegensatz zu den Kosten – der bewertete Ressourceneinsatz in einem Unternehmen, der nicht der nachhaltigen Leistungserstellung dient. Andere Bez.: Stranded Costs.

Unter pari

Der tatsächliche Wert ist niedriger als der Nennwert.

Unternehmensanleihen

Schuldverschreibungen privater Aktiengesellschaften, die je nach Bonität mit einem Zinsaufschlag begeben werden. In den USA seit langem üblich. Corporate Bond Funds sind Rentenfonds, die in solche Papiere investieren. Andere Bez.: Corporate Bonds.

Unternehmenskooperation

Unternehmenszusammenschluss auf vertraglicher Basis, ohne die rechtliche und wirtschaftliche Selbstständigkeit aufzugeben. Gesamtfunktionelle oder sektorale Kooperation im Forschungs- und Entwicklungsbereich.

Updaten

Etwas auf den neuesten Stand bringen, meist eine installierte Software.

Upgrade

Wörtlich übersetzt: „Höherstufen“. 1. Generell: Anhebung der Qualität von Produkten bzw. Professionalisierung von Dienstleistungen. Umstellung des Angebots auf teurere, höherwertige Produkte und Dienstleistungen. 2. Im Flug- und Eisenbahnverkehr: Aufzahlung beim Übergang in eine höhere Klasse. 3. Computerwelt. Aufrüstung einer Software oder eines Gerätes.

Upstream

Unternehmen am Beginn einer Wertschöpfungskette (z. B. Öl-Raffinerien). Gegensatz: Downstream (Tankstelle).

Urabstimmung

Befragung der Mitglieder einer Organisation, ob sie für ein bestimmtes Ziel bzw. bestimmte Maßnahmen (z. B. Streik) sind. Auf demokratische Weise soll damit ein Arbeitskampf legitimiert werden.

Urban Audit

Form des Benchmarking. Städte- und Standortvergleiche.

Urheberrecht

Schutzrecht für geistiges Eigentum. Das U. wahrt die Interessen der Urheber.

URL

Abk. für: Uniform Resource Locator. Einheitliches Format für Internet-Adressen.

Ursprungslandprinzip

Form der steuerlichen Behandlung des grenzüberschreitenden Waren- und Dienstleistungsverkehrs. Nach diesem Prinzip werden Erzeugnisse mit den Steuern jenes Landes belastet, in dem sie erzeugt wurden.

Ursprungszeugnis

Urkunde, die den Ursprung der Ware nachweist.

US-GAAP

Abk. für: Generally Accepted Accounting Principles. US-Bilanzierungsgrundsätze, die von IFRS-Regeln stark abweichen.

Usability

Benutzerfreundlichkeit eines Produktes.

Usancen

Handels- und Geschäftsgepflogenheiten.

User

Person oder Personengruppe, die eine bestimmte Informations- und Kommunikationstechnik bei der Bewältigung ihrer Aufgaben verwendet. Andere Bez.: Anwender.

User-ID

Benutzerkennung. Name eines Abrechnungskontos eines Benutzers auf einem Rechner.

USP

Abk. für: Unique Selling Proposition.

Utilities

1. Software-Teile, die ganz bestimmte Funktionen ausführen und von vielen Anwendern benötigt werden. Andere Bez.: Tools. Diensteprogramme. 2. Versorgungsunternehmen (Wasser, Energie etc.).

UVP

Abk. für: Umweltverträglichkeitsprüfung.


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