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[ 09.02.2010 ]
IV OÖ-Präsident DI Klaus Pöttinger: "Oberösterreich muss bei den Fachhochschulen quantitativ weiter Gas gebenDie Ausarbeitung der Industriestrategie zur Weiterentwicklung der FH Oberösterreich förderte durchaus Überraschendes zu Tage:Industriestrategie zum Ausbau der JKU - Pressetext (PDF 67KB) Mit knapp 13 Prozent der FH-Studierenden liegt Oberösterreich im Bundesländervergleich nicht an erster sondern lediglich an vierter Stelle. Dieser Anteil liegt wesentlich unter sonstigen Kennzahlen für Oberösterreich. Mit diesem 13 Prozent-Anteil verbunden entspricht auch Oberösterreichs Anteil am FH-Bundesbudget nicht seiner Bedeutung als Industriebundesland Nummer eins (25 Prozent der Industrieproduktion, 27 Prozent der gesamtösterreichischen Exporte) und seiner Einwohnerstärke (17 Prozent der österreichischen Bevölkerung). „Es stimmt also nicht - und das hat uns auch selbst sehr überrascht -, dass Oberösterreich das Land der FH-Studenten ist", räumt Dipl.-Ing. Klaus Pöttinger, Präsident der Industriellenvereinigung Oberösterreich (IV OÖ), mit falschen Einschätzungen auf: „Auch wenn wir uns bisher gerne als solches gesehen haben, so liegen wir hinter Wien, Niederösterreich und der Steiermark zurück."
Das falsche Selbstbild dürfte vor allem darin begründet sein, dass die FH OÖ GmbH bundesweit die stärkste eigenständige FH-Trägergesellschaft ist. Im Gegensatz zu Oberösterreich haben andere Bundesländer aber mehrere FH-Trägerorganisationen und unter dem Strich mehr FH-Studenten. Damit ist auch die bisherige Annahme, Oberösterreich könne seine Defizite im universitären Bereich durch seine besondere Stärke am FH-Sektor kompensieren, klar widerlegt. Zumindest im Hinblick auf die Qualität ist die FH Oberösterreich aber die Nummer eins: Im Vergleich zu den übrigen Bundesländern nimmt sie den Spitzenplatz bei der Forschungsquote und beim Erwerb von Drittmittel ein. Die einzelnen Studiengänge befinden sich in den jährlichen Rankings meistens ganz vorne. „Nun gilt es, bei den Fachhochschulen zur bestehenden qualitativen Führerschaft auch den quantitativen Ausbau weiter zu forcieren", fordert Pöttinger: „Deshalb hat die oö. Industrie die vorliegende Strategie zur Weiterentwicklung der FH OÖ erarbeitet."
Positionierung der FH OÖ Als junges Instrumentarium im tertiären Bildungssektor ist es für die FH OÖ wichtig, in der Entwicklung von Studiengängen, Studienplätzen, Berufspraktikumsplätzen und Drittmittelfinanzierung längerfristig wettbewerbsfähig und attraktiv für Studierende und Forschungspartner zu sein. Im Vergleich zu anderen Ausbildungsschienen, insbesondere der Universität und den BHS, ist das eigenständige Profil noch besser zu schärfen. Aus Sicht der OÖ. Industrie sind dabei folgende Positionierungsmerkmale von Relevanz:
Aktualität und Anwendungsorientierung Neben der hohen Qualität des Lehr- und Forschungspersonals, der damit verbundenen laufenden Evaluierung durch Studierende und Auftraggeber muss sich die FH OÖ zum Einsatz modernster Infrastruktur und Methoden in Forschung und Lehre bekennen. In ihrem Rollenverständnis muss sie einen wesentlichen Stellenwert auf die Anwendungsorientierung legen und ihre Studienangebote einer laufenden Evaluierung und Bedarfsprüfung unterwerfen. Berufspraktika und F&E-Projekte sollten Unternehmen wie Studierenden die Möglichkeit bieten, sich näher kennen zu lernen. „Dementsprechend muss sich die Standort- und Studiengangsentwicklung der FH OÖ auf die industriellen Stärkefelder Oberösterreichs fokussieren", so IV-OÖ-Präsident Pöttinger.
Internationalität und Vernetzung In Lehre, Forschung & Entwicklung und in den Berufspraktika muss die FH OÖ stark international vernetzt sein, die Kontakte zu Partnereinrichtungen in Europa und Übersee sowie den wechselseitigen Studentenaustausch pflegen. Internationale Forschungsprojekte sollen zu einer engen Kooperation zwischen nationalen und internationalen Bildungseinrichtungen sowie heimischen und international tätigen Betrieben führen. Dadurch wird gewährleistet, dass die oö. Industrie Arbeitskräfte einsetzen kann, die bereits mit dem Abschluss ihrer Ausbildung einen starken internationalen Bezug aufweisen.
Marke FH OÖ Durch die verschiedenen Positionierungsmaßnahmen muss sich die Marke FH OÖ noch besser etablieren. Sie muss zum integrativen und unverzichtbaren Bestandteil im tertiären Bildungsangebot in Oberösterreich werden, für ein qualitativ hochwertiges Angebot und eine hohe Praxisorientierung in Forschung & Entwicklung und Lehre stehen. Dazu muss die FH OÖ auch aktiv mit der Industrie, Bildungseinrichtungen und ihren Partnern auf nationaler und internationaler Ebene kommunizieren. Durch ein integriertes Kommunikations- und Marketingkonzept ist die Marke FH OÖ stark in der Bevölkerung und bei allen betroffenen Zielgruppen zu verankern. High Potentials werden dadurch in Oberösterreich gehalten und wandern nicht in andere Bundesländer ab.
Die Ziele aus Sicht der OÖ. Industrie Durch die strategische Ausrichtung und Positionierung der FH OÖ sollen vor allem folgende Ziele erreicht werden:
Die gesamte Presseunterlage zum Pressegespräch der IV OÖ und der WKOÖ zum Thema "Industriestrategie zur Weiterentwicklung der Fachhochschulen Oberösterreich" finden Sie hier (PDF 114KB). |
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