Belastungen gefährden Erholung
Es ist nun wichtig, dass auch die öffentliche Hand die Strukturen im Land auf die neuen Herausforderungen anpasst, stellt IV-Niederösterreich-Präsident Marihart in seinem aktuellen Leitartikel fest.Erstmals seit zwei Jahren herrschte im Sommer wieder ein Hauch von positiver Stimmung in Wirtschaft und Industrie. So deutet das jüngste IV-Konjunkturbarometer auch in Niederösterreich darauf hin, dass die Betriebe wieder mit mehr Optimismus nach vorne blicken. Ob dieser tatsächlich gerechtfertigt ist, wird sich in den nächsten Monaten weisen, wenn jene Konjunkturprogramme, mit denen die Krise erfolgreich abgefedert werden konnte, auslaufen und die dafür gemachten Schulden beglichen werden müssen.
Die nötige Budgetkonsolidierung, die in anderen Staaten bereits eingeleitet wurde, wird zweifelsohne das vorrangige Thema im Herbst sein. Bereits heute ist Österreich mit der vierthöchsten Steuer- und Abgabenquote in der EU ein Hochsteuerland. Weitere Steuern würden die zarte Konjunkturerholung und damit Arbeitsplätze gefährden. Der Fokus muss daher auf entsprechende Strukturreformen bei der Ausgabenseite gelegt werden. Seit langer Zeit weisen Rechnungshof und Wirtschaftsforscher auf das große Sparpotenzial im Gesundheits-, Pensions- sowie Verwaltungsbereich hin.
Neuerliche rezessive Tendenzen in den USA zeigen, dass die Wirtschaftskrise (und ihre Folgen) noch nicht ausgestanden sind. Umso wichtiger ist es daher, die Strukturen im Land auf die neuen Herausforderungen anzupassen. Die Unternehmen haben es getan, nun muss auch die öffentliche Verwaltung an effizienteren und kostengünstigeren Strukturen arbeiten.
