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[ 05.02.2010 ]

NÖ Industrie reagierte rasch auf Krise

Niederösterreichs Industrie rechnet auch 2010 mit einem sehr herausfordernden Jahr. Auf den ökonomischen Einbruch reagierten die Unternehmen sehr rasch, um ihre Strukturen auf die geänderten Rahmenbedingungen anzupassen und Arbeitsplätze zu sichern – das geht aus einer Leitbetriebe-Studie des Industriewissenschaftlichen Instituts hervor.

Niederösterreichs Industrie erwirtschaftet knapp 38 Prozent der regionalen Bruttowertschöpfung im Bundesland. „Die Industrie ist damit mit Abstand der stärkste Wirtschaftsfaktor in Niederösterreich. Allerdings ist die Industrie jener Sektor, der sehr stark von den weltwirtschaftlichen Ereignissen der vergangenen Monate betroffen war. Die globale Wirtschaftslage wird auch 2010 eine große Herausforderung für Betriebe und Land stellen. Von Krisenentwarnung kann daher noch keine Rede sein", sagt IV NÖ-Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither. So rechnet eine große Mehrheit der befragten Leitbetriebe damit, dass die wirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen in den kommenden beiden Jahren weiter anhalten werden. Nur zehn Prozent der befragten blau-gelben Unternehmen gehen von einem raschen Ende der Krise aus.

 

Mit einem Mix an Maßnahmen hatten die Betriebe rasch auf die Wirtschaftskrise reagiert: Beim Kampf um den Erhalt von Arbeitsplätzen setzten die Unternehmen vermehrt arbeitszeittechnische Instrumente ein. Der Abbau von Überstunden und Urlaub sowie der Einsatz von Kurzarbeit oder Bildungskarenz wurden 2009 überwiegend forciert. Somit wurde das Spektrum der Gegenmaßnahmen gegen die sinkende Auftragslage rasch ausgeschöpft. Wichtiges Thema für die Unternehmen war 2009 Aus- und Weiterbildung. Gerade die niederösterreichischen Leitbetriebe setzten im Österreich-Vergleich verstärkt auf geförderte Weiterbildungsmaßnahmen. Ebenfalls über dem Schnitt liegt die Bereitschaft F&E-Personal aufzunehmen.

 

18 Prozent der befragten Unternehmen rechnen sogar mit einer Erhöhung des Personalstandes in diesem Bereich, während zwei Drittel der Betriebe mit einem gleich bleibenden Stand rechnen. „Niederösterreichs Industrie zeichnet sich durch eine Vielfalt an Branchen und Unternehmensgrößen aus. Der Erfolg unserer regionalen Wirtschaft hängt vom guten Zusammenspiel großer und kleiner Betriebe ab. Daher kann es ohne Berücksichtigung der Leitbetriebe auch keinen Aufschwung geben. Umso wichtiger sind daher praktikable Maßnahmen, die Unternehmen bei F&E-Investitionen oder im Personalbereich unterstützen, wie sie etwa im Industriepolitischen Strategieprogramm für Niederösterreich ausgearbeitet wurden", so Roither.   



IV NÖ Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither
IV NÖ Geschäftsführerin Mag. Michaela Roither


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