„Urlaub in Kärnten“: IV Kärnten-Sommerempfang im Seehotel Europa in Velden
Nach dem schwersten Krisenjahr seit 1945 segelt Kärntner Industrie wieder in ruhigere Gewässer: Noch kein nachhaltiger Aufschwung, sagt IV-Kärnten-Präsident Otmar Petschnig. „Swinging Leaders“ unterhalten über 400 Gäste bis zum späten Abend.„Wenn Sie noch eine geeignete Destination für Ihren Urlaub suchen, dann blicken Sie sich einfach um“, lud IV-Kärnten-Präsident Otmar Petschnig die Gäste des Sommerempfangs im Seehotel Europa vor der prächtigen Kulisse der Veldener Bucht ein. Das war quasi die Entschädigung für die bitteren Fakten, die er vorher aneinander gereiht hatte. Die Kärntner Industrie habe gerade ihr schwerstes Jahr seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs hinter sich gebracht mit über 20 Prozent Verlust des Produktionswerts. Noch habe sich die Konjunktur nicht erholt. Zwar würden erfreulicherweise die Auftragsstände steigen, aber die Produktion ziehe mit Ausnahme weniger Branchen noch nicht wirklich an.
Produktivität verbessern!
Jetzt gelte es die Produktivität wieder zu verbessern. Für neue Belastungen im Herbst sei kein Platz, schon gar nicht für die vom ÖGB geforderte Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Statt dessen solle man lieber die Arbeitszeitflexibilisierung vorantreiben und die am berühmten „narrischen Donnerstag“ vor der Nationalratswahl beschlossenen Maßnahmen (Verlängerung der Hacklerregelung, Pensionserhöhungen, Senkung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel etc.), die bis 2013 über 4 Mrd. Euro gekostet haben werden, zurückzunehmen. Denn die nötige Budgetsanierung müsse über Reduzierung von Ausgaben und nicht über Erhöhung der Einnahmen geleistet werden. Höchst beunruhigt zeigte sich Petschnig auch über eine Forderung des WIFO (Wirtschaftsforschungsinstitut), man möge die Frühpensionen dadurch eindämmen, dass die Betriebe noch zwei Jahre für krankheitsbedingt freigestellte Mitarbeiter zahlen müssen. Die Kärntner Industrie könne es sich bei der ungünstigen demografischen Entwicklung (jeden Tag verlassen 4 KärntnerInnen das Land) gar nicht leisten, auf wertvolle Fachkräfte zu verzichten. Petschnig kündigte einen heißen Herbst an, in dem die überzogenen Forderungen des ÖGB im Hinblick auf neue Abgaben zu lasten der Betriebe abgewehrt werden müssten. Er ersuchte um Bewusstseinsbildung auch bei den Betriebsräten.
Swinging Leaders
Anschließend stellte er die Band des Abends, die „Swinging Leaders“ vor. Rund um den ehemaligen Präsidenten der IV Niederösterreich, Norbert Zimmermann (Berndorf AG), am Altsaxophon hat sich ein Ensemble von Managern aus unterschiedlichsten Bereichen gebildet. Auch Baritonsaxophonist Peter Pichler ist für die Berndorf AG tätig (als CEO). Keyboarder Alexander Götzinger ist Investmentbanker und Wolfgang Mathera Geschäftsführer der MATHERA CONSULTING GmbH und Institutsleiter des Instituts für Prozessmanagement Austria. Dazu kommen die beiden Profimusiker Aurelia Tschida (Trompete) und Peter Natterer (Tenorsax), schließlich die Sängerin Daniela Schwarz. Die „Swinging Leaders“ spielen ausschließlich für wohltätige Zwecke, diesmal für das SOS Kinderdorf in Moosburg. Dessen Landesvorsitzende, Barbara Penker, erhielt von Norbert Zimmermann und Otmar Petschnig einen Scheck über 1.500 Euro. Die Band ließ es sich nicht nehmen, Otmar Petschnig zu seinem kürzlich gefeierten runden Geburtstag ein Ständchen zu spielen: Happy Birthday von Stevie Wonder.
Geplaudert wurde an diesem Bilderbuch-Sommerabend auch noch lange, nachdem die „Swinging Leaders“ bereits aufgehört hatten zu spielen. Eine Gästeliste finden Sie unter www.industrie-kaernten.at („Publikationen“ und „downloads“ anklicken).
