Offene Lehrstellen – und keiner geht hin!
Burgenländischer Industriebetrieb sucht seit einem Jahr Mechatronikerlehrlinge für eine „Innerbetriebliche Lehrwerkstätte“. Leider finden sich keine geeigneten Interessenten.Vor über einem Jahr initiierte die Industriellenvereinigung Burgenland eine „Innerbetriebliche Lehrwerkstätte für Mechatroniker", um dem steigenden Bedarf an derart ausgebildeten Facharbeitern der Unternehmer im Südburgenland gerecht zu werden.
„Die Verhandlungen mit den Ausbildungspartnern AMS (Arbeitsmarktservice Burgenland) und dem WIFI (Wirtschaftsförderungsinstitut) Burgenland verliefen schnell und komplikationslos. Auch das Unternehmen, welche die Lehrlinge ausbilden soll, die Firma Nikitscher in Pinkafeld, war rasch gefunden", so IV- Geschäftsführerin Ingrid Puschautz- Meidl.
Doch dann begann der Hürdenlauf. Insgesamt vier, vom AMS Oberwart und dem WIFI ausgeschriebene Informationstage, verliefen äußerst ernüchternd. Es wurden alle vorgemerkten Jugendlichen in der Region mehrmals angeschrieben - immerhin mehr als 130 potentielle Jugendliche. „Allein, es kamen zu den Informationstagen insgesamt zehn Teilnehmer. Davon waren vier grundsätzlich nicht interessiert", so der AMS Regionalstellenleiter von Oberwart, Dietmar Strobl.
„Zwei von den getesteten sechs Jugendlichen sind sehr gut geeignet, vier von ihnen mussten wir mit einem großen Fragezeichen versehen", so Manfred Schweiger vom WIFI Burgenland.
Die „Innerbetriebliche Lehrwerkstätte für Mechatronik" kann ab acht Lehrlinge gestartet werden.
„Wir bieten hier eine Ausbildung an, welche große Job- und Zukunftschancen hat", so Puschautz-Meidl. „Der Lehrling lernt in einem Unternehmen und erlebt somit die Realität des Berufes. Die Industrie steht zu ihrer Verpflichtung, ihre benötigten Facharbeiter auszubilden. Aber ohne geeignete Bewerber und Bewerberinnen geht die beste Initiative den Bach hinunter", fordert Ingrid Puschautz- Meidl die jungen Leute auf, sich für diesen Beruf zu entscheiden.
Nähere Infos:
AMS Regionalstelle Oberwart, Dietmar Strobl, +43 (3352) 32208 610
Dr. Ingrid Puschautz- Meidl, i.puschautz@iv-net.at
