Silizium, Pferde und Grillfest
16 Kinder aus der Sozialstation des rumänischen Wetschehaus folgten der Einladung von Blue Chip Energy nach Güssing.Was sind eigentlich „Wafers"? Wo findet man Silizium? Und wo kommt dann der Strom raus?
Diese und noch viel mehr Fragen konnte ein kindgerechter Film den 16 Kindern und Jugendlichen und ihren Betreuern aus der Caritas Sozialstation Wetschehaus bei Blue Chip Energy nahebringen. Die Sprachbarriere wurde schnell überwunden und der Bio-Reiterhof Fabian lockte dann auch schon. Vorher bewunderten die kids aber noch das e-Motorrad, welches mit Sonnenstrom angetrieben, eine Reichweite von 50 Kilometer bei 100 km/h schafft.
Rainer Stowasser, Geschäftsführer von Blue Chip Energy in Güssing, beantwortete den jungen Besuchern mit Engelsgeduld alle Fragen. Er hatte auch ganz spontan zu diesem Nachmittag eingeladen.
Und dann ging`s zum Ponyreiten und Grillen. Der Wettergott hatte Erbarmen und ließ den Himmel blau aber die Temperaturen nicht zu hoch sein. Der gute Draht zum Himmel vom Pfarrer von Ritzing, Günther Kroiss, hatte da sicher ein wenig geholfen. Günther Kroiss beherbergt die Kinder eine Woche lang, um ihnen einen schönen Urlaub im Burgenland zu ermöglichen. Caritas -Direktor Markus Glatz-Schmallegger feierte mit Sohn und Gasttochter mit.
Bereits Ende des Vorjahres übernahmen auf Initiative der Industriellenvereinigung Burgenland heimische Industriebetriebe für ein Jahr die Patenschaft für die Kinder des „Hauses Elisabeth" im rumänischen Wetschehaus. Insgesamt 12.000 Euro sichern seither den Lebensunterhalt der Kinder. „Wir wollen damit den Kindern weiterhin bessere Zukunftschancen ermöglichen", erklärt Manfred Gerger, Geschäftsführer von Hella Fahrzeugteilen Austria und Vizepräsident der IV Burgenland, das soziale Engagement der burgenländischen Industrieunternehmen.
Die Caritas Sozialstation:
Seit 16 Jahren finden verlassene Kinder ein neues Zuhause in der Caritas Sozialstation Wetschehaus in Rumänien. Bis heute ist die Schar der Kinder, die hier ihre neue Familie gefunden haben, auf 66 angewachsen. Von Anfang an legte man besonders viel Wert auf die schulische Bildung und Förderung der Kinder. Mugurel, Diana und Robert waren Kinder der ersten Stunde in der Sozialstation. Heute gehen sie ins Gymnasium in Temeswar. Mugurel besuchte im letzten Schuljahr als Gastschüler die HTL Mödling.
Das kommende Schuljahr werden zwei Mädchen aus Wetschehaus in Mattersburg verbringen. Eine wird Schülerin des Theresianums Eisenstadt, die Zweite besucht die landwirtschaftliche Fachschule in Eisenstadt. Die Praktika absolvieren die Mädchen über Vermittlung der Industriellenvereinigung Burgenland in burgenländischen Industrieunternehmen.
