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[ 12.02.2010 ]
Stabilisierung der burgenländischen Industriekonjunktur - Krise ist noch nicht überwundenLeichter Optimismus bei den Unternehmen - der Weg zur Konjunkturerholung ist noch weit. Besserer Zugang zu F&E – Förderung garantiert Industriestandort.Die Ergebnisse der jüngsten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Burgenland und der WK Burgenland Sektion Industrie über das 4. Quartal 2009 zeigen mehrere Trends:
„Mit einer nachhaltigen Belebung der Konjunktur wird in den Betrieben noch nicht gerechnet. Die globale Wirtschaftslage ist nach wie vor sehr unsicher", beschriebt IV-Vizepräsident Manfred Gerger die Stimmung in den burgenländischen Industriebetrieben. Die notwendigen Kapazitätsanpassungen und Zeitkontenbereinigungen wurden bereits im Vorjahr vorgenommen, größere Personalfreisetzungen sind derzeit nicht geplant, allerdings auch keine nennenswerten Personaleinstellungen. Eine Erholung auf dem Arbeitsmarkt ist daher noch nicht zu erwarten.
Die burgenländischen Unternehmen und ihre Mitarbeiter haben im letzten Jahr des außergewöhnlich heftigen Konjunkturtiefs solidarisch Enormes geleistet, um die Krise zu überwinden. Jetzt braucht es mehr denn je Rahmenbedingungen, welche die ohnehin zögerliche Erholungsdynamik stützen und nicht behindern. „Die Lage verträgt weder zusätzliche Steuern, noch ein weiteres Hinauszögern der Verwaltungsreform. Der Staat muss effizienter werden, Doppelgleisigkeiten sind zu vermeiden", fasst Manfred Gerger die wesentlichen Augaben für die Politik zusammen.
Für den burgenländischen Industrie- und Wirtschaftsstandort fordert die IV Burgenland:
Besseren Zugang und Information zu Förderungen für Forschung und Entwicklung In den EFRE - Fördertöpfen liegen noch rund 50 Millionen Euro, welche für Forschung, Entwicklung und Innovation bis 2013 bereit gestellt sind. Leider wird dieses Geld von den Unternehmen, aber auch von landesnahen Forschungs-Instituten, nicht abgeholt. „Der Grund liegt in der mangelnden und unübersichtlichen Information über Fördermöglichkeiten und dem mangelnden, regionalen Innovationsklima im Burgenland", erklärt IV-Burgenland Geschäftsführerin Ingrid Puschautz-Meidl. „Die verlängerten Werkbänke sind bereits gegen Osten gezogen. Wir müssen daher schauen, dass hochwertige Arbeitplätze durch Forschung und Entwicklung im Land bleiben und weitere dazukommen. Ein positives Innovationsklima zu schaffen ist der einzige Garant dafür, unseren Wohlstand zu erhalten", ist Ingrid Puschautz-Meidl überzeugt.
Weiters brauchen wir:
Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage 4. Quartal 2009 im Detail:
Es gibt einen leicht positiven Trend. Die derzeitige Geschäftslage bezeichnen 15 % (9 %) der befragten Unternehmungen als steigend, 66 % (63) %) als gleichbleibend und 19 % (28 %) als schlechter.
Der Auftragsbestand hat sich etwas erholt und wird von 4 % (10 %) als steigend, 77 % (59 %) als gleichbleibend und 19 % (31 %) als schlechter bewertet.
Erfreulich ist die Einschätzung der Auslandsaufträge, vor allem wenn man die weiterhin schwierige Situation auf den Hauptexportmärkten der burgenländischen Industrie berücksichtigt. 16 % (0 %) der Unternehmen melden steigende, 47 % (35 %) gleichbleibende und 28 % (45 %) fallende Auslandsaufträge.
Bei der Beurteilung der Produktionstätigkeit in 3 Monaten gibt es gegenüber dem Vorquartal nur marginale Änderungen, wobei die Situation vor dem Hintergrund einer teilweise erheblich geschrumpften Produktivität zu sehen ist. 15 % (14 %) erwarten eine steigende, 73 % (74 %) eine gleichbleibende und 11 % (12 %) eine schlechtere Produktionstätigkeit.
Die Prognose der Geschäftslage in 6 Monaten ist bei den Betrieben optimistischer als im Vorquartal. Sie wird von 20 % (3 %) als steigend, von 70 % (81 %) als gleichbleibend und von 10 % (15 %) als schlechter eingeschätzt.
Auf der Erlösseite rechnen die Unternehmen zum Teil mit einem sich verschärfenden Preisdruck (15%), 65 % mit gleichbleibenden und 20 % mit steigenden Preisen.
Die Klammerwerte sind jeweils die Vergleichwerte des 3. Quartals 2009.
An der jüngsten Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung Burgenlöand beteiligten sich 21 Unternehmen mit rund 3000 Mitarbeitern. Bei der Konjunkturumfrage der IV kommt folgende Methode zur Anwendung: den Unternehmen werden drei Antwortmöglichkeiten vorgelegt: positiv, neutral und negativ. Errechnet werden die (beschäftigungsgewichteten) Prozentanteile dieser Antwortkategorien. Sodann wird der konjunktursensible „Saldo" aus den Prozentanteilen positiver und engativer Antworten und Vernachlässigung der neutralen gebildet. [ Ingrid Puschautz ]
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