Industrie bleibt Motor der Beschäftigung in Österreich
IV-Generalsekretär Neumayer: Industrie sorgt für starkes Wachstum der Beschäftigten trotz Konjunkturunsicherheit – Deutlicher Anstieg der offenen Lehrstellen – Starker Bedarf nach gut ausgebildeten Fachkräften – Budgetkonsolidierung darf kein Arbeitsplatzvernichtungsprogramm werden„Die Industrie ist einmal mehr der Motor der Beschäftigung in Österreich", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer angesichts der aktuellen Arbeitsmarktdaten. Dies zeige sich im „europaweit wahrscheinlich einzigartigen Zuwachs" von 55.000 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr und im Rückgang der Arbeitslosenrate in der produzierenden Industrie um 2,4 Prozent. Insbesondere im deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit in den Industriebundesländern Vorarlberg und Oberösterreich zeige sich einmal mehr die wichtige Funktion der Industrie für Beschäftigung, Wachstum und Wohlstand in Österreich, so Neumayer.
Signifikant war auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit in technischen Berufen mit minus 3,8 Prozent. Der Zuwachs an offenen Lehrstellen um 7,7 Prozent beweise „starken Bedarf nach gut ausgebildeten Fachkräften sowie die steigende Ausbildungsbereitschaft der Betriebe", sagte Neumayer. Dass Österreich bei der Integration von besonders von Arbeitslosigkeit betroffenen und gefährdeten Personengruppen auf einem guten Weg sei, zeige der Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um beeindruckende 16,4 Prozent. Mit einer Arbeitslosenquote von 4,1 Prozent verzeichne Österreich weiterhin die niedrigste in Europa. „Insbesondere jene Staaten ohne nennenswerte Industrie haben die größten strukturellen Probleme am Arbeitsmarkt, die es in Österreich insbesondere dank der starken exportorientierten Industrie sowie der hervorragenden dualen Ausbildung in dieser Form nicht gibt", so Neumayer. „Wirtschafts- und budgetpolitisch müssen nun die richtigen Schritte gesetzt werden. Mit Konsolidierungs- und Unternehmensbelastungsideen à la AK und ÖGB wird Beschäftigung vernichtet. Das zarte Konjunkturpflänzchen darf nicht von einer Steuerlawine verschüttet werden."
