Rote Karte für Steuerideen
Klug sparen und Arbeitsplätze sichern„An den Unternehmen und der Industrie liegt es nicht, dass die Staatsfinanzen aus dem Ruder gelaufen sind", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner. Die Unternehmen zahlten im Vorjahr um 16 Prozent mehr an Gewinnsteuern. Den größten Anstieg verzeichnete die KESt auf Dividenden, die um fast ein Fünftel gestiegen sind. „Alle diese Mehreinnahmen des Staates durch die Beiträge der Unternehmen und auch Leistungsträger, die im Vorjahr 1,5 Mrd. Euro mehr an Lohn- und Einkommensteuer an den Staat überwiesen haben, versickern im Staatshaushalt wie Millionen Liter Wasser in einem riesigen Fass ohne Boden", so Neumayer. Noch mehr Geld in Form von Steuern in dieses Fass zu schütten ohne das Loch zu schließen, sei daher ganz klar der falsche Weg, so Neumayer.
In Richtung Gewerkschaften und Arbeiterkammer meinte Neumayer: „Die Zeit für Reformen drängt, wer diese mit Pseudo-Klassenkampf vergeudet, versündigt sich an Österreich. Jetzt ist die Stunde gekommen, wo wir gemeinsam Schulter an Schulter kämpfen müssen, um Österreich wieder nach vorne zu bringen." Das Allerdümmste in unserer aktuellen Lage wäre es, unsere Position als Exportland zu schwächen - etwa durch eine Abschaffung der Gruppenbesteuerung oder eine Erhöhung der Unternehmenssteuern. Österreich erzielt fast 60 Prozent seines Wohlstandes aus seiner Exportstärke. „Diese Stärke müssen wir alle gemeinsam verteidigen - auch Gewerkschaften und Arbeiterkammer, wenn diese interessiert sind die Arbeitsplätze in Österreich zu sichern", betont Neumayer.
