Industrie zu EU-Gipfel: Nationale Sparanstrengungen noch weiter verstärken
IV-Präsident Sorger: Keine Zeit zu verlieren – Kanzler-Aussagen zu Schuldenbremse in Verfassung zu begrüßen – EU-Beitrittsvertrag mit Kroatien sehr positivAls „klaren Aufruf, die nationalen Anstrengungen für Strukturreformen und zum Sparen noch weiter zu verstärken", bezeichnete der Präsident der Industriellenvereinigung (IV), Dr. Veit Sorger, heute, Freitag, die jüngsten Beschlüsse des Europäischen Rates. Die Lage sei ernst, daher sei keine Zeit zu verlieren. „Vor diesem Hintergrund ist auch die Aussage von Bundeskanzler Werner Faymann zu begrüßen, einen neuen Anlauf zur Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung zu machen", so Sorger. Wesentlich sei jetzt, auf nationaler wie auf europäischer Ebene Leadership zu zeigen und Handlungswilligkeit zu beweisen. Ein wesentliches Element sei dabei die beschlossene weitere Verstärkung des Stabilitätspaktes.
Sehr positiv wertet die österreichische Industrie die Unterzeichnung des EU-Beitrittsvertrages mit Kroatien. "Ein EU-Beitritt Kroatiens wird die Chancen und die Rechtssicherheit für die österreichischen Unternehmen im Land noch weiter erhöhen", erklärte der IV-Präsident. Seit 1993 hätten heimische Betriebe in Kroatien über sechs Milliarden Euro investiert, das sind mehr als ein Viertel aller ausländischen Investitionen im Land in diesem Zeitraum. „Österreich ist der mit Abstand größte ausländische Investor, der EU-Beitritt daher gerade für uns sehr wichtig", so Sorger. Auf Basis der Fakten sowie der engen historischen Verbindung habe die österreichische Industrie die Reformbemühungen und Beitrittsabsichten Kroatiens stets unterstützt.
Die Industriellenvereinigung arbeitet seit Jahren an der Unterstützung und der Intensivierung der wirtschaftlichen Kontakte nach Kroatien. Mit einem bilateralen Kooperationsabkommen sind die IV und der kroatische Industrieverband HUP bereits seit 1997 Partner. Im Rahmen der 2005 gegründeten Mitteleuropa-Kooperation der IV mit Industrieverbänden aus Tschechien, der Slowakei, Slowenien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Kroatien wurde die Zusammenarbeit in der Region vertieft, mit dem Ziel Europa gemeinsam wettbewerbsfähiger zu machen.
