Industrie begrüßt Offensivmittel für Zukunftsbereiche Technik und F&E
IV-GS Neumayer: Verwendung der Offensivmittel für MINT-Bereich richtig – Zugangsregelungen für Entlastung der Massenfächer notwendigDie Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die heute von Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle und uniko-Präsident Rektor Dr. Heinrich Schmidinger vorgestellten Pläne zur Verteilung der Offensivmittel. „84 Prozent der großen Industriebetriebe haben bereits heute Probleme hochqualifiziertes Personal in Zukunftsbereichen wie Technik und Produktion sowie Forschung und Entwicklung zu finden und das mit steigender Tendenz. Daher begrüßen wir alle Maßnahmen, die helfen mehr Studierende und mehr Graduierte in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik)-Fächern zu bekommen", betonte IV-Generalsekretär Mag. Christoph Neumayer. Laut einer aktuellen IV-Studie teilen 8 von 10 Leitbetrieben die Sorge, dass die Diskrepanz zwischen der Unternehmensnachfrage nach Qualifikation und dem Qualifikationsangebot des Bildungssystems zunimmt. Um den Stillstand in der heimischen Bildungspolitik zu beenden und mehr Dynamik für wichtige Reformen zu erreichen, „setzen wir uns für das heute beginnende Bildungsvolksbegehren ein", so Neumayer.
Die Vergabe der zusätzlichen Mittel nach klaren, wettbewerbsorientierten Kriterien ist eine wichtige Strategie, die einem langjährigen IV-Vorschlag Rechnung trägt. Die IV fordere in diesem Zusammenhang weiters, dass die angekündigte Hochschulmilliarde nicht nach dem Gießkannenprinzip sondern ebenfalls nach klaren Kriterien und zu erreichenden Zielen verteilt werde.
Bei allem Verständnis für die Notwendigkeit in sogenannten Massenfächern akut mehr Mittel zur Verbesserung der Lehr- und Studiensituation bereit stellen zu müssen, betonte Neumayer jedoch, dass dies die Notwendigkeit für klare und kapazitätsorientierte Zugangsregelungen unterstreiche. Kapazitätsorientierte Zugangsregelungen würden nämlich verhindern, dass Studienfächer zu überlaufenen Massenfächern werden und somit Budgetmittel für die Bereitstellung akzeptabler Betreuungsrelationen bzw. Aufrechterhaltung von Qualität vorgesehen werden müssen. „Diese Millionen würden in zukunftsorientierten Projekten dringend benötigt", unterstrich IV-GS Neumayer.
