Industrie: Sachliche Diskussion über Studienbeiträge notwendig und sinnvoll
IV-GS Beyrer: Müssen bei Bildung und Ausbildung, Forschung und Entwicklung mit den Besten mithaltenDie Industrie begrüßt den jüngsten Vorschlag von Wissenschaftsministerin Beatrix Karl betreffend einer Wiedereinführung der Studiengebühren ausdrücklich, wie der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Montag, betonte: „Angesichts des steten Ansturms Studierender in manchen Fächern, wird es schlicht unmöglich sein, die Qualität ohne Studienbeiträge oder Zugangsregelungen aufrechtzuerhalten. Eine sachliche Diskussion ist daher hier notwendig und sinnvoll." Vorstellbar sei dabei die Kombination aus „Gebühren abhängig von den in Anspruch genommenen Leistungen mit einer Verbesserung der Studienbeihilfe." In Zusammenarbeit mit den Banken könne man zudem für ein Angebot günstigerer Studiendarlehen sorgen.
„Angesichts des steigenden internationalen Wettbewerbs muss es unser Ziel sein, bei Bildung und Ausbildung, Forschung und Entwicklung mit den Besten mitzuhalten", so Beyrer. Die Industrie habe genau daher im Bereich der Hochschulpolitik immer eine bessere Lenkung der Studierendenströme gefordert. „Derzeit studieren 60 Prozent der Studienanfängerinnen und -anfänger nur 10 Prozent der angebotenen Fächer - gegen diese Schieflage muss etwas geschehen." So suche man in der Industrie sogar in der derzeitigen angespannten wirtschaftlichen Lage in manchen Bereichen dringend nach Fachkräften. Als einziges Land Europas verfüge Österreich weder über Zugangsregelungen noch Studiengebühren. „An einem angemessenen Beitrag der Studierenden werden wir mittel- und langfristig aber nicht vorbeikommen, wenn wir Qualität und finanzielle Ausstattung unserer Universitäten gewährleisten wollen", so der IV-Generalsekretär.
