Industrie: „Zuwanderung sichert Wohlstand“
IV-Präsident Sorger hält Zuwanderung für nötig, spricht sich für Honorierung von Leistung aus und wünscht sich mehr staatliche Gelder für Forschung und Entwicklung.„Ohne Zuwanderung können wir den Wohlstand in unserem Land nicht aufrecht erhalten" zeigt sich Veit Sorger, Präsident der Industriellenvereinigung (IV), im Interview mit der Bezirkszeitung überzeugt. „Wir sollten jenen Zuwanderern einen Platz bieten, für die wir Arbeit haben. Diese Menschen und ihre Familien sollen sich wohl fühlen." Österreichs Industriebeschäftigte würden um 23 Prozent mehr als der Durchschnitt verdienen, so Sorger weiter, „die Industrie zahlt erstklassig". Die Diskussion über Managergehälter hält er für nicht konstruktiv. Leistung solle erbracht und honoriert werden. Österreichs Manager befänden sich ohnehin im untersten Drittel der Einkommenspyramide in Europa.
Das Verhältnis zu Wirtschaftsminister Mitterlehner sei gut, „er hat ein offenes Ohr für uns". Meinungsverschiedenheiten ergäben sich durch die Ausrichtung der Regierung. „Nicht übermäßig unzufrieden" ist der IV-Präsident mit dem europaweit sechsten Platz in Forschung und Entwicklung. Die Nachbarn seien hier aber sehr bemüht, „wir laufen Gefahr, an Boden zu verlieren". Die Mittel für Forschung aus öffentlicher Hand seien „besonders wichtig - aber steigerbar". Derzeit kommen 70 Prozent der Gelder von Unternehmen, der Rest vom Bund.
