Industrie begrüßt Insolvenzrechtsreform
IV-GS Beyrer: Gutes Signal für Standort - Sanierungsgedanke und Arbeitsplätze müssen im Vordergrund stehenAls „gutes Signal für den Wirtschaftsstandort Österreich" bezeichnete der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer die heute, Mittwoch, im Nationalrat beschlossene Insolvenzrechtsreform. Es sei zu begrüßen, dass bei der Novelle der Sanierungsgedanke im Vordergrund stehe. „Dies ist gerade angesichts der Auswirkungen der Wirtschaftskrise zentral. Gerade für Unternehmen, die ohne Eigenverschulden in die Insolvenz geraten sind, müssen die Sanierungschancen verbessert werden", so Beyrer.
Positiv sei auch, dass bei der von der Industrie kritisierten sechsmonatigen Vertragsauflösungssperre durch Wegfall des Kündigungs- und Rücktrittsrechts für die Vertragspartner durch Verhandlungen noch „einige Giftzähne gezogen wurden. Der Entwurf stellt nun einen tragbaren Kompromiss dar." Gleichzeitig gelte es zu beobachten, wie die neue Regelung in der Praxis greife. „Bedauerlich" sei jedenfalls die zeitliche Verzögerung bei der Beschlussfassung, so Beyrer. „Die Verabschiedung ist aber hoffentlich noch rechzeitig, um möglichst vielen Unternehmen eine bessere Sanierungschance zu geben und dadurch Arbeitsplätze zu sichern". Dies sei vor dem Hintergrund wichtig, „dass viele Unternehmen die Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise erst 2010 in vollem Ausmaß zu spüren bekommen", sagte der IV-Generalsekretär.
