26.02.2010

Industrie: Mobilfunkmarkt bedeutender Wirtschaftsmotor für Österreich

IV-GS Beyrer: Ausbau und Nutzung der IKT-Infrastruktur entscheiden immer mehr im internationalen Standortwettbewerb - Investitionspotenziale rasch heben - Politik soll erforderliche Rahmenbedingungen setzen

„Ausbau und Nutzung der IKT-Infrastruktur entscheiden immer mehr im internationalen Standortwettbewerb. Leistungsfähige mobile und feste Daten-Highways und wachstums- und innovationsorientierte Anwendungen sind heute mindestens genau so wichtig wie eine funktionierende Straßen- und Schieneninfrastruktur", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Freitag. IKT entwickelt sich zur Meta-Infrastruktur, die sich auf alle anderen Bereiche von Infrastruktur auswirkt. Daher sind „gerade hier zukunftssichernde Investitionen von überragender Bedeutung und ein wesentlicher Beitrag zur Überwindung der aktuellen Konjunkturschwäche", so der IV-Generalsekretär.

Der Mobilfunkmarkt sei „für Österreich und die gesamte EU ein wichtiger Wirtschaftsmotor". Österreich nehme mit einer Mobilfunkpenetration von 130 Prozent innerhalb der EU-27 einen Spitzenplatz ein. „Mit der hohen Nutzung von mobilem Breitband liegt Österreich zudem europaweit an erster Stelle. Sich auf dem Erreichten auszuruhen wird aber im Standortwettbewerb von heute und morgen nicht reichen", betonte Beyrer. In einem von rückläufiger Wirtschaftsentwicklung und schwierigen regulatorischen Einschnitten geprägten Jahr gerade für die Mobilfunkbranche sei die jüngst veröffentlichte Performance-Bilanz von T-Mobile für 2009 „umso beeindruckender und spricht stellvertretend für die enorme Bedeutung des Wirtschaftsfaktors IKT in Österreich", so Beyrer mit Verweis auf die Absenkung der Terminierungsentgelte sowie die Ausweitung der Roamingregulierung.

Es sei im Sinne des Standortes zu begrüßen, dass T-Mobile im vergangenen Jahr knapp 100 Mio. Euro in den weiteren Ausbau der für den Standort Österreich so wichtigen Netzinfrastruktur investiert habe, sagte der IV-Generalsekretär. Die Breitbandversorgung in Österreich sei nach dem Implementierungsbericht der EU-Kommission unterdurchschnittlich im Vergleich zu den EU-27. Das Investitionsvolumen der IKT-Branche - Breitband bzw. Next Generation Networks - in den nächsten fünf Jahren werde mit rund zwei Milliarden Euro veranschlagt. „Um im internationalen Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu gelangen, muss dieses Investitionspotenzial rasch gehoben werden. Die Politik ist hier aufgefordert, die erforderlichen Rahmenbedingungen zu setzen, um diese Zukunftsinvestitionen zu realisieren. Um die Investitionspotenziale zu heben, ist eine technologieneutrale (zwischen Mobilfunk und Festnetz) bundesweite Förderstrategie für den flächendeckenden Roll-Out eines Hochgeschwindigkeitsnetzes in Österreich zu erarbeiten. Nur durch einen gemeinsamen Schulterschluss von Wirtschaft und Politik wird es uns gelingen, an das europäische Spitzenfeld anzuschließen und den Innovationsstandort Österreich abzusichern", betonte Beyrer.


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