Großinvestitionen sollen Greiner Bio-One zur Nr. 1 am Weltmarkt machen
Als Trendsetter in der Probenentnahme brachte Greiner Bio-One Anfang der 90iger Jahre das erste bruchsichere Vakuum-Blutentnahmesystem aus PET-Kunststoff unter dem Markennamen VACUETTE® auf den Markt.Heute ist das in Kremsmünster ansässige Unternehmen die Nummer 2 am Weltmarkt. Doch wie der Firmenname „Bio-One" schon sagt, ist es das klare Ziel langfristig Nummer 1 zu werden. Dabei setzt Greiner wie viele andere oberösterreichische Erfolgsunternehmen auf Internationalisierung. Am Heimmarkt nimmt man zwar eine sehr starke Position bei Probenentnahmeprodukten für den Krankenhaus- und Laborbereich ein, aber der Fokus ist eindeutig auf den Ausbau der Marktanteile in den wichtigsten Exportländern gerichtet.
Mittlerweile exportiert Greiner Bio-One über 95 Prozent seiner Produkte. Neben Europa zählen vor allem die Vereinigten Staaten aber auch die Länder in Fernost zu den Schlüsselmärkten. Um die steigende Nachfrage in diesen Regionen zu decken, investiert man in den Ausbau der Produktionskapazitäten in Oberösterreich und in Übersee. Neben Standorten in den USA, Brasilien und Ungarn wurde Ende 2008 ein weiteres Werk für VACUETTE® Blutentnahmeröhrchen in Thailand eröffnet. Doch auch Oberösterreich profitiert vom Wachstumskurs des Unternehmens. So wurden in Rainbach im Mühlkreis 30 Mio. Euro in ein neues Produktionswerk investiert, das im Juli 2009 offiziell in Betrieb ging. Als Forschungszentrum für DNA-Chips, Speichel- und Infektionsdiagnostik wird der Standort Rainbach in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Insgesamt werden langfristig 200 bis 300 neue Arbeitsplätze in dieser Region geschaffen. Dass sich die Investitionen rechnen, beweist das Umsatzwachstum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 steigerte Greiner Bio-One den Umsatz um 6 % auf insgesamt 256 Mio. Euro.
Produkttechnisch hat das Unternehmen schon heute eine Innovation zu bieten. Man setzt große Hoffnungen in die Markteinführung des neuen PapilloCheck®, eines DNA-Biochips zur frühzeitigen Erkennung von Gebärmutterhalskrebs. Diese Krebserkrankung wird durch eine Infektion mit so genannten humanen Papillomaviren (HPV) ausgelöst. Mit Hilfe dieses Biochips kann Gebärmutterhalskrebs frühzeitig erkannt, die unterschiedlichen Virustypen verlässlich bestimmt und eine verbesserte Risikoabschätzung für die Patientin gewährleistet werden. Dies erfolgt über einen zervikalen Abstrich beim Gynäkologen. Der DNA-Test im Labor gibt in weiterer Folge genauen Aufschluss über die vorliegende Infektion. Darüber hinaus bietet der PapilloCheck® eine präzise Basis für das Management von HPVImpfungen und epidemiologischen Studien.

