21.08.2009

Industrie: Effiziente und schlanke Verwaltung wird immer mehr zum Standort-Asset

IV-GS Beyrer: Auch geschützter Bereich muss Beitrag zur Krisenbewältigung leisten – Hervorragende und hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von bürokratischen Hürden und starren Fesseln befreien

"Eine funktionierende, effiziente und schlanke Verwaltung wird immer mehr zum Standort-Asset, für das sich die Industrie als 'Anwältin des Standortes' naturgemäß intensiv und mit Nachhaltigkeit einsetzt", so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Freitag, angesichts der aktuellen Diskussion um notwendige Reformen im Staatsdienst. "Im betriebswirtschaftlichen Bereich ist ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess unabdingbar. Im öffentlichen Bereich ist dies allerdings leider noch nicht selbstverständlich", so Beyrer. Der IV-Generalsekretär erklärte, die Verwaltungsreform müsse gerade jetzt als ein kontinuierlicher und nachdrücklicher Prozess gesehen werden: "Was die Bewältigung der Krise und Maßnahmen zum Wiederaufschwung insgesamt betrifft, werden schlussendlich alle beitragen müssen. Das gilt insbesondere auch für den geschützten Bereich in der Verwaltung, der nicht von Auftragseinbrüchen und damit verbundenen Arbeitsplatzverlusten betroffen ist", so Beyrer. Der IV-Generalsekretär betonte, dass es in der österreichischen Verwaltung „zahlreiche hervorragend arbeitende und hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt, die im Job von bürokratischen Hürden und starren Fesseln befreit werden sollten".

Handlungsbedarf bestehe aus Sicht der Industrie nicht zuletzt deshalb, weil die Fülle der in Österreich vorgeschriebenen behördlichen Informationspflichten die "Wettbewerbsfähigkeit der Industrie beeinträchtigt, und somit dem gesamten Wirtschaftsstandort Schaden zufügt". Die Belastung für österreichische Unternehmen durch Verwaltungskosten belaufe sich auf 4,3 Milliarden Euro jährlich. Trotz einzelner positiver Impulse beim Bund vermisst Beyrer vor allem auf Seiten mancher Länder ausreichendes Engagement in Sachen Verwaltungsreform. "Der Standort bräuchte eine wirkliche inhaltliche Neuordnung der Bund-Länder-Kompetenzen sowie eine umfassende Darstellung des gesamten Sparpotenzials. Vermischte institutionelle Rahmenbedingungen, unklare Kompetenzen, Doppelgleisigkeiten und die Zersplitterung von Aufgaben stellen Hemmnisse für eine effiziente Erbringung öffentlicher Leistungen dar. Die Verwaltungsreform hat durch die Wirtschaftskrise jedenfalls noch zusätzlich an Bedeutung dazu gewonnen, muss sie doch dazu beitragen, das Defizit des Budgets insgesamt zu reduzieren", so Beyrer.
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IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer
IV-Generalsekretär Mag. Markus Beyrer



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