26.06.2009

Industrie: Einigung zu Zentralmatura wichtiger Fortschritt

IV-GS Koren: Bei Zentralmatura Nivellierung nach unten vermeiden – Reform im Verwaltungsbereich dringend geboten

Als einen „wichtigen Fortschritt" begrüßte der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Ing. Mag. Peter Koren, die Einigung über die Einführung der standardisierten, kompetenzorientierten Reifeprüfung: „Vor allem ist es erfreulich, dass die Einführung der neuen teilzentralen Reifeprüfung  - wie seitens der Industrie wiederholt gefordert - auch an den berufsbildenden Schulen vorgesehen ist." Die Industriellenvereinigung hat im Sinne des Positionspapiers „Schule 2020" seit längerem die baldestmögliche Einführung einer teilzentralen Reifeprüfung an AHS und BHS gefordert. „Österreich hat beim Schulsystem nachweislich Nachholbedarf, eine Verzögerung bei qualitätssteigernden Maßnahmen wäre daher nicht leistbar", so Koren. Die jetzige Einigung „stärkt nach den reformpolitischen Rückschlägen der Vergangenheit das Vertrauen in die bildungspolitische Reformkompetenz dieser Bundesregierung." Die zentral vergebenen Klausuren gewährleisten höhere Objektivität, Transparenz und Vergleichbarkeit der Leistungen der Schülerinnen und Schüler. Einerseits wird es den tertiären Bildungseinrichtungen ermöglicht, sich besser auf das Niveau der Maturantinnen und Maturanten einzustellen, andererseits wird dadurch auch ein besserer europäischer Vergleich von Abschlüssen (Stichwort: EQR, NQR) möglich. Allerdings sei „unbedingt darauf zu achten, dass bei der Einführung der teilzentralen Reifeprüfung keine Nivellierung nach unten stattfindet", wie der IV-Vize-Generalsekretär betonte.

Auch wenn nun ein weiterer wichtiger Schritt zur Umsetzung der „Schule 2020" gesetzt wurde, müssen im Interesse der Verbesserung der Qualität des österreichischen Schulwesens noch weitere folgen. „Eine Schulverwaltungsreform ist dringend geboten, jede weitere Verzögerung in diesem Bereich ist nicht verantwortbar", betonte Koren. Österreich brauche gerade jetzt die bestmöglich ausgebildeten jungen Menschen, um im internationalen Wettbewerb reüssieren zu können. Es müsse daher das gemeinsame Ziel aller sein, Ineffizienzen, Doppelgleisigkeiten und Zielkonflikte so rasch wie möglich abzuschaffen. Die Industrie fordert daher die Konzentration der Organisation und Zuständigkeit auf lediglich drei Entscheidungsebenen Bund - Region - Schule, die Schaffung eines einheitlichen Dienstrechts, die Abschaffung der Bezirksschulräte und die Einrichtung sogenannter „Schoolboards" auf regionaler Ebene. „Wir müssen alles unternehmen, um die Schulen weiter zu stärken, denn bei der Qualität der Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen muss die beste Qualität unser oberstes Ziel sein", schloss Koren.


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IV-Vize-Generalsekretär Mag. Peter Koren
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