Industrie: Bau der Nabucco-Pipeline beschleunigen
IV-GS Beyrer: Gasstreit zeigte: Europa braucht stärkere Diversifizierung der Energiequellen und neue Transitrouten – Nabucco dringend notwendiger zusätzlicher Kanal für Gasversorgung – Wasserkraftpotenziale in Österreich nutzen„Der jüngste Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine hat deutlich vor Augen geführt: Europa braucht eine stärkere Diversifizierung der Energiequellen und neue Transitrouten. Die Nabucco-Pipline ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der EU, das energiepolitisch oberste Priorität haben muss", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Markus Beyrer heute, Dienstag, anlässlich der internationalen Nabucco-Konferenz der beteiligten Staaten in Budapest.
Nicht nur als Lehre aus dem zweiten russisch-ukrainischen Gaskonflikt sei aus Sicht der Industrie eine Beschleunigung des Nabucco-Projektes dringend erforderlich. „Das Projekt ist von zentraler Bedeutung für die Energieversorgung Europas und darf daher nicht weiter ins Stocken geraten. Die EU muss daher beim Gipfel auf die klare politische Unterstützung des Pipeline-Projektes durch alle betroffenen Staaten drängen, damit wie geplant 2010 mit dem Bau begonnen werden kann", so Beyrer.
Trotz aller notwendigen Bemühungen zum sinnvollen Ausbau der Erneuerbaren Energien gäbe es mittelfristig keine Alternative zu Gas. „Die Nabucco-Pipeline ist daher neben dem russischen Gas ein dringend notwendiger zusätzlicher Kanal für die Gasversorgung Europas und wird Gas aus dem Kaspischen Raum über die Türkei, Bulgarien, Rumänien und Ungarn nach Österreich bringen", sagte der IV-Generalsekretär.
Gleichzeitig müsse sich Österreich wieder stärker auf die eigene Energieerzeugung, mit einem klaren Fokus auf den ungenutzten Potenzialen bei der Wasserkraft, konzentrieren. „Ein ökonomisch sinnvoller und ökologisch vertretbarer Ausbau der Wasserkraft ist nicht nur ein Schritt in Richtung Unabhängigkeit, sondern leistet als CO2-neutrale Energiequelle einen wesentlichen Beitrag in Richtung der ambitionierten Klimaziele", betonte Beyrer.