22.01.2009

Industrie für weitere arbeitsmarktpolitische Schritte

IV-Präsident Sorger begrüßt flexiblere Kurzarbeit: Sicherung von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt – Weitere Schritte müssen folgen – keine Denkverbote

Die Industrie begrüßt den Beschluss des Nationalrates zur Ermöglichung flexiblerer Kurzarbeit. „In der jetzigen Situation muss es uns darum gehen, kurzfristig rasch wachsender Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken. Die Sicherung von Arbeitsplätzen muss im Zentrum unserer Anstrengungen stehen. Mittel- bis längerfristig gilt es, eine Dequalifizierung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu vermeiden, was im nächsten zyklischen Aufschwung den absehbaren Fachkräftemangel noch weiter verschärfen würde", betonte der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute, Donnerstag.

Es sei im Sinne von Unternehmen wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen, dass die Arbeitszeitreduktion in einem größeren Ausmaß als bis dato möglich sei. „Gleichzeitig sollen im Unternehmen auch andere Instrumente zum Einsatz kommen können, insbesondere Qualifizierungsmaßnahmen", so der IV-Präsident. Darüber hinaus sei das bereits bestehende, vielfältige und bewährte arbeitsmarktpolitische Instrumentarium entsprechend den derzeitigen Gegebenheiten zu adaptieren, sagte Sorger.

Als weitere arbeitsmarktpolitische Schritte nannte Sorger vor allem die Verlängerung des Durchrechnungszeitraumes bei der flexiblen Arbeitszeit. „Jetzt sind bei diesem Thema raschest die Kollektivvertragspartner der verschiedenen besonders von der Krise betroffenen Branchen gefordert. Gangbare Beispiele wurden im MetallerKV geschaffen. Sollten die Kollektivvertragspartner keine für die Unternehmen sinnvollen Lösungen erreichen, wird das Arbeitszeitgesetz geändert werden müssen. Weiters braucht es beispielsweise verstärkte AMS-Qualifizierungsförderung für Betriebe, die längerfristige Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen, betonte der IV-Präsident.


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