13.01.2009

Industrie: Kreativität und Innovation auch in Krisenzeiten fördern

IV-Riemer: „Gerade in schwierigen Zeiten Kompetenzen festigen, weiterentwickeln und Stärken stärken“ – Kircher-Kohl: „Zukunft eines Betriebes entscheidet sich im Klassenzimmer“

„Trotz der wirtschaftlich schwierigen Situation muss weiter Zukunftspolitik gemacht werden. Es sind Investitionen in Forschung, Innovation, Humanpotential und vor allem Bildung, die das Fundament für die Zukunft des Forschungs- und Innovationsstandortes Österreich darstellen. Kreativität und Innovation sind daher auch in Krisenzeiten zu fördern und nicht von der politischen Agenda zu streichen", so Dr. Gerhard Riemer, IV-Bereichsleiter für Bildung, Innovation und Forschung der Industriellenvereinigung (IV) anlässlich der gemeinsamen Veranstaltung von IV und „Bildung GRENZENLOS" „Kreativität und Innovation - Impulse für EU-Jahr 2009, „Schule 2020" und den Innovationsstandort Österreich" gestern, Montag, im Haus der Industrie in Wien.

Gerade in schwierigen Zeiten gelte es, „Kompetenzen zu festigen, weiterzuentwickeln und Stärken zu stärken", so Riemer. Die Umsetzung der in den IV-Positionspapieren „Schule 2020" und „Menschen schaffen Zukunft" skizzierten Maßnahmen stehe deshalb neben aktuellem bildungs- und forschungsbezogenen Geschehen nach wie vor im Zentrum des bildungspolitischen Engagements der Industrie.

Bei der Podiumsdiskussion mit Tulga Beyerle, Matthias Horx, Monika Kircher-Kohl und Heidi Schrodt unter Moderation von Martina Salomon war man sich einig, dass Kreativität, die als Voraussetzung für Innovationsfähigkeit gilt, spätestens in der Schule gefordert und gefördert werden müsse, wobei auch eine Reform der Lehreraus- und -fortbildung unabdingbar werde.

Monika Kircher-Kohl, Vorstandsvorsitzende der Infineon Technologies Austria AG und Vorsitzende der IV-Steuerungsgruppe „Schule 2020" wies in ihrem Impulsstatement insbesondere auf das Problem des ForscherInnen- und TechnikerInnenmangels in der Industrie hin, das durch einen „Shift" im Schulsystem entschärft werden müsse - Kreativität und Innovation spielen dabei eine wesentliche Rolle. „Die Zukunft eines Betriebes entscheidet sich im Klassenzimmer", so Kircher-Kohl auf die Frage, warum sich Unternehmensvertreter zunehmend im Bildungsbereich engagieren.


Fotos
Installation Kreativität und Innovation – Impulse für „Schule 2020“ und den Innovationsstandort Österreich
Installation Kreativität und Innovation – Impulse für „Schule 2020“ und den Innovationsstandort Österreich

Dr. Gerhard Riemer, Bereichsleiter Bildung, Innovation & Forschung


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