6. Meeting der Arbeitsgruppe „Gesellschaftliche Verantwortung“
2010 soll ISO 26000, als international freiwillig anwendbarer Standard, veröffentlicht werden und Grundthemen und Prinzipien gesellschaftlicher Verantwortung für private und öffentliche Unternehmen beschreiben.78 Länder, 40 anhängige Organisationen und rund 350 Expertinnen und Experten waren beim 6. Meeting der ISO/WGSR vom 1. bis zum 5. September 2008 in Santiago vertreten. Jedes Land, welches ISO-Mitglied (International Organisation for Standardization) ist, schickte Expertinnen und Experten aus sechs Interessensgruppen: Wirtschaft (Industry), Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Labor), Konsumentinnen und Konsumenten (Consumer), Regierung (Government), NGO und Wissenschaft/Dienstleistung/Forschung/Andere. Die Industriellenvereinigung vertritt einerseits die Interessen der österreichischen Wirtschaft und leitet andererseits eine länderübergreifende deutschsprachige Arbeitsgruppe, welche sich die Übersetzung bzw. Kommunikation der ISO 26000 zum Ziel setzt.
ISO 26000, als Richtlinie und Standard für gesellschaftliche Verantwortung (www.iso.org/sr) beschreibt auf freiwilliger nicht zertifizierbarer Basis, welche Grundthemen und Prinzipien gesellschaftlicher Verantwortung für private und öffentliche Unternehmen sowie Organisationen jeglicher Art im weltweiten Umfeld in gleicher Weise Anwendung finden.
Die Richtlinie ist im Zusammenhang mit ISO 9000 (Qualitätsmangement-Norm) und ISO 14000 (Umwelt-Norm) zu verstehen. Die Erstveröffentlichung der ISO 26000 ist für 2010 geplant. Sie soll den Begriff „soziale Verantwortung" global zugänglich machen und entsteht im bis dato größten weltweiten Multistakeholder Prozess durch den Konsens aller Beteiligten.
